Tanz-, Kultur- und Therapiezentrum
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2017

Oliver Scheidies der Songpoet

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Freitag, 1.12.2017  I 20.00 I VVK 14.-€ / AK 16.-€

Wenn Scheidies kommt, wird gefeiert. Das Publikum und der Songpoet verlieren mal wieder auf gezügelte Weise die Kontrolle, lassen sich treiben,
laufen lachend durch die poetischen Gassen Horheims  und liegen sich beim Schlußakkord in den Armen.
Dabei lallen alle voller Glück:“ Oh Augenblick verweile doch, du bist so voller Wunder!“Gefühlvoll, witzig, frech und geistreich ist die Liederpoesie von Scheidies. Auf der Bühne verliert der Songpoet auf gezügelte Weise die Kontrolle und feiert mit dem Publikum das „Endlich mal schön!“


www.oliver-scheidies.de

BZ Portrait (13.08.2016 ) Es gibt diverse Typen von Bühnenkünstlern: Da ist der gefühlvoll-schmeichelnde Meister der leisen Töne ebenso wie der Lautstarke vertreten, dessen musikalische Botschaften hart auf das Trommelfell treffen. Und da hört man den politisch engagiert singenden Barden ebenso wie den komödiantisches Talent beweisenden Entertainer. Nicht wenige Musiker haben sich auch an der Kombination mehrerer Richtungen versucht, nicht immer mit durchschlagendem Erfolg. Oliver Scheidies vereint in sich und seiner Musik ebenfalls ganz unterschiedliche Facetten – und er tut dies erfolgreich, weil überzeugend. Scheidies’ Lieder kombinieren vor allem dreierlei: das Philosophische, das zumindest am Rande Politische und das Humorvolle, Tragisch-Komische. Er könne sowohl „die Rampensau geben“ als auch „liebevoll-satirisch“ sein, sagt der 48-Jährige. Vor allem aber liege ihm das Tiefgründige: „Das entspricht meiner Natur.“

Scheidies hat viel zu sagen – im persönlichen Gespräch ebenso wie in seinen Liedern. Eine ganze Zeit lang tat der gebürtige Hamburger, dessen künstlerische Ursprünge in der Schauspielerei liegen, das als Solokünstler. Im ersten Album, „Liebeslieder für alle“, habe er sein Hauptaugenmerk auf das Kabarettistische gelegt, sagt er. Und es handelte sich um ein live eingespieltes Werk. Neu erschienen ist jetzt „Feiert das Leben“, das in mehrfacher Hinsicht von Oliver Scheidies’ musikalischer Weiterentwicklung zeugt. Produziert von Jens Gebel, wurde es im Freiburger „Citysoundstudio“ eingespielt – von Scheidies und Band. Mit sieben Musikern sei man nun unterwegs, „damit sich die Lieder ausbreiten“. In Freiburg gab es in letzter Zeit drei Auftritte, unter anderem auf dem ZMF.

 

„Erfrischungskonzerte“ sollten es sein, erklärt der Musiker, doch auch bei den humorvollen Stücken „komme ich am Tiefgang nicht vorbei“. Die Auftritte gehen in der Tat unter die Haut, wiederum in mehrerlei Hinsicht: Satter Sound, gesanglich-stimmliche Qualität und Texte, die mal mehr das Gefühl, mal mehr den Geist ansprechen – da passt alles. „Feiert das Leben“ bezeichnet Oliver Scheidies entsprechend auch als „Gesamtkunstwerk“, und Recht hat er damit.

Oliver Scheidies, oft als Schauspieler, liedermachender Philosoph, clownesker Poet und Wortakrobat bezeichnet, löste all diese Attribute bravourös ein und unterstrich seinen Auftritt durch tadelloses bis virtuoses Gitarrenspiel. Der aus dem hohen Norden stammende und in Freiburg lebende Künstler sang in seinem Opener „Freiburg“ ein Liebes-Chanson auf seine Wahlheimat und beschrieb darin die dort zu findende sehr eigene Liberalität und Toleranz, die das „Leben feiert“, aber „niemals stehen bleibt“. Urkomisch seine Parodie als Udo Hindenberg auf das kultige Original. Verblüffend eng an dessen schnoddriger Diktion ließ er sich als „menschliches Strandgut mit der letzten Welle in den Hafen spülen“. Als Entertainer animierte er in seinem satirischen Song „Groove-Zeit“ zum kräftigen Mitsingen. Sein Improvisationstalent bewies er in einem minutenlangen Song, den er spontan aus den drei aus dem Publikum genannten Begriffen „Vollmond, Fidelius Waldvogel und Hirschsprung“ drechselte. Mit dem Lied über die kleine Schildkröte, die, kaum aus dem Ei geschlüpft, schon um ihr Leben laufen muss, holte er wieder alle auf den Boden, die glauben, nur sie hätten Probleme. Scheidies Vortrag besaß jederzeit Tiefgang, glänzte durch intelligente Animation und glitt auch in den witzigsten Momenten niemals in Blödelei ab.              ( 20.09. 2016  Badische Zeitung )

http://www.oliver-scheidies.de

Der songschreibende Sänger Oliver Scheidies macht aus einem Liederabend kurzerhand ein ausgesprochen unterhaltsames Musiktheater. Da gibt es zum Beispiel die Parodie als „Udo Hindenberg“ auf das kultige Original, welche verblüffend eng an dessen schnoddriger Diktion und urkomisch ist. Als Entertainer überzeugt Scheidies, wenn er zusammen mit dem Publikum das satirische Lied „Groovezeit“ intoniert und daß er auch Improvisationstalent hat, zeigt Scheidies mit einem minutenlangen Song, den er spontan aus drei vom Publikum genannten Begriffen drechselt. Ein musikalisches Fest mit humorvollem Tiefgang ist garantiert!